Wassersuche in Schöllkrippen gescheitert
Main-Echo Pressespiegel

Wassersuche in Schöllkrippen gescheitert

Gemeinderat: Zweiter Versuch mit neuer Firma?
SCHÖLLKRIPPEN  Bei der Pro­be­boh­rung nach neu­en Was­ser­qu­el­len ist Sc­höllkrip­pen im ers­ten Ver­such ge­schei­tert. Das be­rich­te­te Hydro­lo­gin An­or­te Ja­kow­ski vom Büro Jung am Mon­tag im Sc­höllkrip­pe­ner Ge­mein­de­rat. In Un­ter­fran­ken sei im Durch­schnitt nur je­der drit­te Bohr­ver­such er­folg­reich, sag­te sie.
Letztlich sei man bis in eine Tiefe von 147 Metern vorgestoßen, habe dort auch Wasser gefunden, erklärte Jakowski. Pumpversuche hätten aber gezeigt, dass es wohl auf Dauer nicht genug Wasser sei. Sie rate daher dazu, das Bohrloch zu verschließen und es an anderer Stelle zu versuchen. Allerdings nicht mehr mit der gleichen Firma. Die habe sich als »teilweise chaotisch« erwiesen, erklärte Jakowski. Die Bohrung habe auch deutlich länger gedauert als gedacht. Daher riet sie den Gemeinderäten dazu, es mit einer neuen Firma zu versuchen. Zumal die nächste von drei ausgewählten Bohrstellen deutlich höher im Spessart liege und daher tiefer gebohrt werden müsste.
Die Kosten bezifferte Jakowsky bisher mit rund 190 000 Euro. Die Bohrung selber habe rund 118 500 Euro gekostet, die Kosten für den Rückbau der Bohrstelle bezifferte sie mit 71 500 Euro.
Marco Schmitt (CSU) merkte an, es seien mit der Firma zwei Bohrungen zum Preis von 330 000 Euro vereinbart gewesen. Ob denn das restliche Geld für eine zweite Bohrung reiche? Laut Jakowski wohl nicht, denn die neue Bohrung sei tiefer. Auch müsse erst ein Weg zur Bohrstelle gebaut werden. Jakowski: »Ich würde jetzt erst einmal Stopp machen.«
Schmitt fragte weiter, weshalb man nicht schon früher die Firma gewechselt habe. Das sei bei einer laufenden Bohrung schwierig, erklärte Jakowski: »Sie können da nicht so einfach weggehen.« Mike Steigerwald (FW) sagte, der Gemeinderat habe einst beschlossen, bis zu einem bestimmten Punkt zu gehen und dann die Sache erneut zu bewerten. Auch Bürgermeister Marc Babo (CSU) war dafür, zunächst Schluss zu machen und noch einmal zu überlegen. Sollte man an der zweiten Bohrstelle auf Wasser stoßen, müsste man auch eine längere Wasserleitung bauen. Allein das würde die Gemeinde 500 000 Euro zusätzlich kosten. joe
29.07.2020
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