Ausbau noch dieses Jahr fertig?
Main-Echo Pressespiegel

Ausbau noch dieses Jahr fertig?

Straßenbau: In Kleinkahl wird die Ortsdurchfahrt nach Edelbach saniert - Teuerstes Projekt im Kreis
KLEINKAHL  Von un­se­rem Re­dak­teur JO­SEF PÖM­MERLWird der Aus­bau der Orts­durch­fahrt Klein­kahl noch die­ses Jahr fer­tig? Ei­gent­lich soll die Bau­s­tel­le bis Mai 2021 ge­hen, doch die Bau­fir­ma wür­de ger­ne die Stra­ße bis Jah­re­s­en­de ab­sch­lie­ßen, weil sie nächs­tes Jahr schon an­de­re Auf­trä­ge hat.
»Ein sportliches Unterfangen« nennt Thomas Frieß, Leiter der Tiefbauabteilung im Landratsamt diesen Plan. Denn der Ausbau der Ortsdurchfahrt ist eines der teuersten Projekte derzeit im Kreis. Rund vier Millionen Euro kostet der Ausbau insgesamt, der schon im vergangenen Jahr begonnen wurde. Davon drei Millionen reine Baukosten. Allerdings muss der Kreis nur 2,4 Millionen Kosten übernehmen, die restlichen 1,6 Millionen Euro zahlt die Gemeinde. Und zudem gibt es Zuschüsse.
Keine einfache Baustelle
Bis zur Einmündung des Feldwegs ist die Straße jetzt soweit hergestellt, dass die Bordsteine schon liegen und die Asphaltdeckschicht der Straße aufgebracht ist. Im Bereich oberhalb in Richtung Edelbach wird die Straße gerade aufgerissen, und danach ist noch ein längeres Stück freie Strecke zu bewältigen, bis die ausgebaute Straße an der Spange zur Staatsstraße endet. Es ist angesichts der engen Verhältnisse keine einfache Baustelle. Daher ist Thomas Frieß auch voll des Lobes für die Baufirma Strassing und ihrem Polier. Sie hätten auf auftretende Probleme immer schnell reagiert und so manches Hindernis beseitigt.
Lob auch für die Gemeinde Kleinkahl. Die Zusammenarbeit klappe sehr gut. Verlegt doch die Gemeinde eine komplett neue Wasserleitung und saniert den Kanal sowie die Hausanschlüsse im Inliner-Verfahren. Zudem hat sich die Telekom an die Sanierung drangehängt. Sie ist gerade dabei, ganz Kleinkahl mit Glasfaserleitungen zu verkabeln. Und es werden noch Leerrohre verlegt für künftige Versorgungsleitungen.
Größere Bauwerke sind zwei Stützmauern. Bei der einen hat man es sich einfach gemacht. Eine Berechnung hat ergeben, dass es günstiger sei, die Scheune oberhalb zu erwerben und abzureißen, als dort eine aufwendige Stützwandkonstruktion zu erstellen. Daher steht dort jetzt nur eine einfache Stützwand als L-Profilen. Durch den Abriss konnte auch die Einmündung der Straße Bornwiese verbessert werden. Bei dem anderen Gebäude musste jedoch eine aufwendige Bohrpfahlwand errichtet werden.
Durchgehender Gehweg
Nach Fertigstellung soll die Straße auf der Südseite einen durchgehenden Gehweg besitzen. Dafür beträgt die Fahrbahnbreite auch nur 5,5 Meter. Ab dem Ortsende gibt es schon einen Gehweg auf der Nordseite der Straße. Das heißt, dass die Fußgänger hier die Straße überqueren müssen. Aber wegen der Enge der Fahrbahn und angesichts des geringen Verkehrs wird auf eine Ortseingangsinsel verzichtet.


29.07.2020
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